Als Horrorfilm werden filmische Werke bezeichnet (und somit dem gleichnamigen Film-Genre zugeordnet), die Angst und Verstörung beim Zuschauer auslösen sollen. Diese Reaktionen auf einen Horrorfilm bleiben folgenlos und wirken darum entspannend, wenn ihre Ursache Illusion bleibt.
Zwar kann es auch bei anderen Filmen zu Reaktionen wie Angst, Schrecken und Ekel kommen – etwa bei einem Dokumentarfilm über medizinische Operationen. Erst, wenn die informative Komponente gegenüber einer fiktionalen Geschichte an Gewicht verliert bzw. komplett unwichtig wird, handelt es sich bei einem solchen Werk um einen Horrorfilm.
Ein weiteres Hauptmerkmal von Horrorfilmen ist die übernatürliche bzw. nicht immer wissenschaftlich erklärbare Bedrohung der Protagonisten. Typische Gegenspieler sind Vampire, Werwölfe, Gespenster, Zombies, Außerirdische oder außer Kontrolle geratene Erfindungen. Filme mit menschlichen Gegnern (zum Beispiel Serienkillern) gehören dagegen in die Kategorien Thriller oder Kriminalfilm. Trotz ihrer größtenteils unrealistischen Bösewichterpalette gelten für die im Horrorfilm kreierte Welt die Gesetze und der Rationalismus unseres Alltags. So etwa sind, anders als in Märchen- und Fantasyfilmen, Dämonen kein normaler, akzeptierter Bestandteil dieser Welt.