Der Begriff Leecher leitet sich vom englischen Wort leech (zu deutsch: Blutegel, Blutsauger) ab. Jemand, der beim Filesharing seine Uploads besonders stark einschränkt oder erst gar keine Dateien zum Filesharing anbietet, wird als Leecher bezeichnet. Filesharing Netze leben vom gegenseitigen Geben und Nehmen. Wenn wenige Dateien zum Upload freigegeben werden, können auch umso weniger Dateien aus dem Netz heruntergeladen werden.
Wer also nur Daten aus dem Internet herunterlädt, ohne sich selber entsprechend mit einem entsprechenden Angebot zu revanchieren, gilt als Schmarotzer (Leecher) und schadet durch sein Verhalten dem gesamten Filesharing Netz. Aus diesem Grund blocken viele User solche Leecher oder unterbrechen begonnene Uploads, wenn sie feststellen, daß derjenige, der gerade von ihnen herunterlädt, selbst keine Dateien anbietet.
Manche Clients versuchen, dieses Problem dadurch zu lösen, dass Nutzer erst gar nicht ins Netz lassen, wenn diese kein entsprechend umfangreiches Angebot an Dateien zum Herunterladen vorweisen können. Bei anderen Systemen wird versucht, die Up- und Downloadkapazität der Nutzer zu koppeln und damit den Anwender zum Anbieten von Dateien zu zwingen. Leider gibt es gegen diese prinzipiell sinnvolle Maßnahme diverse Patches, bei denen die Leecher aber übersehen, daß sie sich ins eigene Fleisch schneiden. Denn bekanntlich ist die Summe der maximalen Download-Bandbreite immer nur so hoch wie die Summe der maximalen Upload-Kapazität.